Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Das Jobcenter Bochum informiert regelmäßig und transparent über seine Aktivitäten und weist auf aktuelle Ereignisse hin. Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Jobcenter Bochum.

Ansprechpartner*in

Johannes Rohleder
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Jobcenter Bochum
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44803 Bochum

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Aktuelle Pressemeldungen

Höhere Regelsätze werden zum 1. Januar 2023 automatisch angepasst // Weiterbildungsgeld gibt es ab dem 1. Juli 2023

Nach der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat ist klar: Zum 1. Januar 2023 wird das Bürgergeld das Arbeitslosengeld II ablösen. Auch wenn die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt noch aussteht, sind die Eckpunkte fix. Die Einführung erfolgt dabei in zwei Stufen. In einem ersten Schritt werden zum Jahresanfang die Sätze für den Regelbedarf erhöht sowie eine Karenzzeit bei Neuanträgen und eine Bagatellgrenze bei Rückforderungen eingeführt; zeitgleich endet das Sanktionsmoratorium mit Ablauf des Jahres 2022. Zum 1. Juli 2023 werden dann die Fördermöglichkeiten bei Weiterbildung und Qualifizierung ausgeweitet.

„Die neuen, höheren Regelsätze werden automatisch durch uns angepasst und pünktlich zum Jahreswechsel ausgezahlt. Kein Kunde muss dafür einen Extra-Antrag stellen“ sagt Georg Sondermann, Geschäftsführer des Jobcenter Bochum.

Neu ab dem 1. Januar ist auch die Karenzzeit bei Neuanträgen. Wer 2023 einen Antrag auf Bürgergeld stellt, bei dem greifen für das erste Jahr höhere Beträge für das Schonvermögen, zudem werden in diesem Zeitraum die tatsächlichen Kosten der Unterkunft berücksichtigt.

Weitere Kernelemente des Bürgergelds folgen dann ab Juli 2023. Darunter zählen etwa die erweiterten Fördermöglichkeiten oder das Weiterbildungsgeld. Auch der neue Kooperationsplan, der die Eingliederungsvereinbarungen ablöst, folgt zur Jahresmitte. Nicht zuletzt steigen dann auch die Freibeträge bei Einkommen zwischen 520 und 1.000 Euro. Für Schüler*innen, Auszubildende und Student*innen gibt es ab dem Sommer zusätzliche Freibeträge.

Neue Regelbedarfe, Karenzzeit, Bagatellgrenze und Freibeträge

Der Regelbedarf für Alleinstehende erhöht sich zum 1. Januar 2023 auf 502 Euro, für Paare je Partner auf 451 Euro. Für nicht-erwerbstätige Erwachsene unter 25 Jahren im Haushalt der Eltern steigt der Betrag auf 402 Euro, für Jugendliche von 14 bis 17 Jahren auf 420 Euro, für Kinder von 6 bis 13 Jahren auf 348 Euro und für Kinder unter 6 Jahren auf 318 Euro.

Ebenfalls zum 1. Januar 2023 wird eine 12-monatige Karenzzeit bei Vermögen sowie den Kosten der Unterkunft eingeführt. Das Schonvermögen beträgt danach im ersten Jahr 40.000 für das antragstellende Mitglied der Bedarfsgemeinschaft, für jede weitere Person 15.000 Euro. Ab dem zweiten Jahr beträgt das Schonvermögen für alle Mitglieder jeweils 15.000 Euro.

Zudem werden im ersten Jahr von den Jobcentern die tatsächlichen Bedarfe für Unterkunft und Heizung berücksichtigt. Nach Ablauf dieses Jahres werden grundsätzlich die „angemessenen“ Bedarfe anerkannt.

Neu ab dem 1. Januar 2023 ist auch, dass die Jobcenter bis zu einer Bagatellgrenze in Höhe von 50 Euro auf Rückforderungen verzichten sowie veränderte Regeln für Meldeversäumnisse und Pflichtverletzungen gelten. In der Praxis spielen diese Minderungen in Bochum keine Rolle.

Ab dem 1. Juli 2023 greifen bei Einkommen zwischen 520 und 1000 Euro höhere Freibeträge. Dann bleiben 30 Prozent des verdienten Geldes anrechnungsfrei (bislang 20 Prozent). Junge Menschen behalten das Einkommen aus Schüler- und Studentenjobs und das Einkommen aus einer beruflichen Ausbildung bis zur Minijob-Grenze (derzeit 520 Euro). Einkommen aus Schülerjobs in den Ferien bleibt gänzlich unberücksichtigt.

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Jobcenter Bochum baut sein Digital-Angebot weiter aus

Ab dem 29. November 2022 gibt es unter jobcenter.digital neu den digitalen Hauptantrag. Damit können hilfebedürftige Bochumer*innen ihren vollständigen Antrag auf Arbeitslosengeld II zeit- und ortsunabhängig elektronisch stellen. Den Link zu jobcenter.digital gibt es direkt auf der Webseite des Jobcenter Bochum (https://jobcenter-bochum.de).

Für Geschäftsführer Georg Sondermann eröffnet das neue Angebot in Verbindung mit der frisch aktualisierten Webseite den Weg in die digitale Zukunft: „Wir haben unseren Kund*innen in den letzten zwei Corona-Jahren für immer mehr Anliegen einen sicheren, digitalen Zugangsweg anbieten können. Jetzt sind wir an einem Punkt, wo wir bei allen wichtigen Angelegenheiten rund um die Themen Geld und Kosten der Unterkunft ausschließlich elektronisch kommunizieren können. Wenn die Menschen das wollen!“

Anliegen wie das Mitteilen einer Veränderung oder den alljährlichen Weiterbewilligungsantrag können Jobcenter-Kund*innen schon seit längerer Zeit bequem online von zu Hause aus erledigen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sind jetzt in die Entwicklung des digitalen Hauptantrags eingeflossen. Die Antragstellung auf Arbeitslosengeld II überzeugt durch hohe Nutzerfreundlichkeit und intuitive Bedienung, egal ob am PC, Tablet oder Smartphone.

Hilfetexte mit Erklär-Charakter unterstützen während der gesamten Dateneingabe. Alle Antragsdaten und Nachweise, sprich Dokumente, können unmittelbar hochgeladen werden. Das spart Zeit und Portokosten. Einzige Voraussetzung: Die Antragsteller*innen müssen einmalig einen persönlichen Zugang inklusive eines Passwortes beantragen. Die Zugangsdaten gibt es telefonisch unter 0234 9363-5555 oder persönlich im zuständigen Standort. Standorte, Öffnungszeiten und Telefonnummern sind auf der Webseite leicht zu finden. Und wer vorab telefonisch einen Termin vereinbart, vermeidet unnötige Wartezeiten.

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Im neuen Gewand

Jobcenter Bochum macht seine Webseite fit für die Zukunft

Abends schnell schauen, wie ich am besten zur Infoveranstaltung morgen komme? Mal eben beim Besichtigungstermin checken, ob die Wohnung auch nach den kommunalen Regeln angemessen ist? Auf der neuen Webseite des Jobcenter Bochum ist die Antwort nicht mehr als 3 Klicks entfernt und Inhalt wie Design sind für Smartphone und Tablet maßgeschneidert. Damit sich die Nutzer*innen schnell zurechtfinden.

Für Geschäftsführer Georg Sondermann ist die neue Webseite ein wichtiger Schritt in eine digitale Zukunft: „Wir alle nutzen heute mobile Endgeräte, um ins Internet zu kommen. Genau dafür haben wir unsere neue Seite konzipiert.“ Eine klare Menüführung, selbsterklärende Überschriften und kurze, verständliche Texte machen das Finden einfacher. Und auch inhaltlich ist die Seite deutlich abgespeckt. „Auf unsere Seite kommen ganz überwiegend unsere Kund*innen und die suchen nach Informationen, die ihnen weiterhelfen.“ ‚Geld + Wohnen’ heißt ein zentraler Bereich auf der Startseite, ‚Arbeit + Lernen‘ ein anderer. Und direkt daneben geht es zu Jobcenter.Digital.

Mit dem bundesweiten eService haben die Jobcenter ihren Kund*innen in den letzten zwei Corona-Jahren für immer mehr Anliegen einen sicheren, digitalen Zugangsweg eröffnet. Und der wird jetzt weiter ausgebaut. Ende November, so die aktuellen Planungen, werden leistungsberechtigte Menschen auch in Bochum die Möglichkeit haben, ihren kompletten Erstantrag auf Arbeitslosengeld II über https://jobcenter-bochum.de zu stellen. Per Computer, per Tablet oder per Smartphone.

Ein Muss ist das natürlich nicht: Standorte, Öffnungszeiten und Telefonnummern sind auf der neuen Webseite leicht zu finden. Und wer vorab telefonisch einen Termin vereinbart, vermeidet unnötige Wartezeiten.

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Unterstützung in der Krise

Einmalzahlungen und Sofortzuschläge vom Jobcenter

Bochum. Am 27. Mai 2022 ist das Sofortzuschlags- und Einmalzahlungsgesetz verkündet worden. Mit diesem Gesetz werden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die Leistungen des Jobcenters beziehen, eine Reihe von Entlastungen ausgezahlt.

Sofortzuschlag für Kinder
Den monatlichen Zuschlag in Höhe von 20 Euro erhalten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, die mit ihren Eltern oder einem Elternteil in einem Haushalt leben und Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder nur Leistungen für Bildung und Teilhabe nach dem SGB II beziehen. Der Sofortzuschlag wird erstmalig für den Monat Juli 2022 pro Kind erbracht.
Familien, die die genannten Leistungen bereits beantragt haben oder diese erhalten, müssen von sich aus nicht aktiv werden – der Auszahlungsbetrag wird ab Juli automatisch angepasst. Die Auszahlung erfolgt gesondert und nicht zeitgleich mit den übrigen Leistungsansprüchen.

Kinderbonus 2022
Daneben sieht das Entlastungspaket der Bundesregierung auch einen Kinderbonus 2022 vor, der als Einmalzahlung an kindergeldberechtigte Familien in Höhe von 100 Euro ausgezahlt wird. Als Zeitpunkt der Auszahlung ist aktuell auch hier der Juli vorgesehen. Der Kinderbonus muss nicht beantragt werden – die Auszahlung erfolgt automatisch.
Wichtiger Hinweis: Für den Anspruch auf Kindergeld für aus der Ukraine Geflüchtete ist ab 1.6.2022 keine Erwerbstätigkeit des Antragstellers und damit auch kein Nachweis einer Arbeit erforderlich.

Einmalzahlung in der Grundsicherung
Leistungsberechtigte, die für den Monat Juli 2022 Anspruch auf Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld haben und deren Bedarf sich nach der Regelbedarfsstufe 1 (Regelbedarf für Alleinstehende und Alleinerziehende) oder 2 (Regelbedarf für volljährige Partner) richtet, erhalten eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro. Die Leistung dient als unmittelbarer pauschaler Ausgleich für etwaige bestehende finanzielle Mehrbelastungen in Folge der Pandemie sowie aktueller Preissteigerungen. Die Leistungen werden von Amts wegen bewilligt und es wird ein eigener Bescheid für die Einmalzahlung erstellt. Ein gesonderter Antrag beim Jobcenter muss nicht gestellt werden.

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Wieder volle Hütte im Ruhrstadion

Job-Speed-Dating in der VfL-Lounge am 11. Mai 2022 // 500 Vorstellungsgespräche an einem Tag

Bochum. Nur fünf Tage nach dem letzten Heimspiel des VfL war das Stadion an der Castroper Straße erneut gut besucht. Und wieder stand „Maloche“ auf dem Programm, wenn auch nicht auf’m Platz. Das Jobcenter Bochum lud an diesem Tag zum Job-Speed-Dating und 50 Arbeitgeber sowie 160 Kund:innen kamen. Im Gepäck hatten die einen freie Stellen, die anderen ihr gut vorbereiteten Bewerbungsunterlagen.

Im 10-Minuten-Takt fanden die Bewerbungsgespräche statt und wie in Vor-Corona-Zeiten konnten auch diesmal wieder viele Beschäftigungsverhältnisse angebahnt werden. Das Geheimnis des Erfolgs: Der direkte Zugang, oder mit den Worten von Jobcenter-Kundin Anita N.: „Ich habe über 50 Bewerbungen geschrieben und bin nie eingeladen worden. Hier sitze ich sofort bei den Unternehmen am Tisch.“

Genau das ist die Idee hinter dem Job-Speed-Dating, so Jobcenter-Geschäftsführer Georg Sondermann: „Gerade unsere Kund:innen haben bei den schriftlichen Bewerbungen oft das Nachsehen, da ihre Lebensläufe selten geradlinig verlaufen sind. Im persönlichen Gespräch können sie sich mitsamt ihren Fähigkeiten präsentieren.“

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Ukraine-Flüchtlinge: Antragstellung im Jobcenter ab sofort möglich

Alle Informationen 2-sprachig unter www.jobcenter-bochum.de abrufbar // Standort-Hotline geschaltet

Ab sofort können geflüchtete Menschen aus der Ukraine beim Jobcenter Bochum einen Antrag auf Leistungen ab dem 1. Juni 2022 stellen. Voraussetzung ist, dass die Menschen erwerbsfähig und nach dem 1. August 1956 geboren sind. Zudem müssen sie bereits eine so genannte Fiktionsbescheinigung oder einen entsprechenden Aufenthaltstitel erhalten haben. In Kooperation mit der Stadt Bochum hat das Jobcenter in den letzten Tagen allen bereits in Bochum gemeldeten Ukrainerinnen einen entsprechenden Kurzfragebogen zugeschickt. Parallel sind alle notwendigen Unterlagen inklusive Übersetzungshilfen auf der Homepage des Jobcenter abrufbar.

„Das Gesetz liegt gerade im Parlament und je schneller die Menschen ihren Antrag stellen, desto eher können wir die Anträge bearbeiten und dann auch rechtzeitig zum 1. Juni Leistungen bewilligen. Da zählt jeder Tag!“ sagt Roland Bröge, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenter Bochum. Wege zur Antragstellung gibt es viele. „Ideal für uns ist die Übersendung der Unterlagen per Mail“, so Bröge weiter. Dann liegen die Dokumente gleich digital vor und können ohne Verzögerung in die elektronische Akte geroutet werden.

Die Einreichung der Unterlagen per Post oder über den Hausbriefkasten sowie die persönliche Vorsprache im Integration Point an der Philippstraße 3 sind selbstverständlich ebenso möglich und letztere in dringenden oder sehr komplexen Fällen auch angeraten. „Dann sollten die Menschen aber vorher auf jeden Fall kurz anrufen und einen Termin vereinbaren, damit sie nicht unnötig warten müssen“, rät Roland Bröge. Entsprechende Dolmetscher für Ukrainisch sind sowohl am Telefon als auch im Integration Point selbst vor Ort und können bei Sprachbarrieren einspringen.

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NRW-Premiere im Sechserpack

Abchluss zur Fachkraft Lagerlogistik bestanden

Matthias Massarczyk, Abdiwahab Ahmed Abdi, Rabea Kosien, Leon Greberg, Patrick Hausherr und Anna Carina Mönter (v.l.n.r.) haben etwas Besonderes geschafft. Die 6 (noch) arbeitslosen Bochumer*innen haben mit Unterstützung des Jobcenter Bochum nach einer modularen Teilqualifizierung ihre Externen-Prüfung zur Fachkraft für Lagerlogistik vor der IHK Mittleres Ruhrgebiet am 19. Januar 2022 bestanden. Das ist auf diesem Weg noch keinem Prüfling in NRW gelungen.

Die Externen-Prüfung ist gleichzusetzen mit dem erfolgreichen Abschluss der dreijährigen, dualen Ausbildung in einem Unternehmen. Sie richtet sich an Menschen mit Berufserfahrung, denen bislang eine anerkannte Ausbildung fehlt. Die Vorbereitung erfolgte über 3,5 Jahre in 7 abgeschlossenen Modulen im Bildungsinstitut Vogel und wurde durch das Jobcenter Bochum finanziert.

Jobcenter-Koordinatorin Katrin Steinhauer ist begeistert vom Engagement der frisch-gebackenen Logistiker*innen: „Sich mit über 30 Jahren noch einmal so hinter die Bücher zu klemmen, ist bewundernswert. Was jetzt noch fehlt, ist ein fester Arbeitsplatz.“

Interessierte Arbeitgeber können sich unter 0234 9363-1115 beim Jobcenter melden.

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Broschüren + Flyer

Hier finden Sie eine kompakte Übersicht der Broschüren und Flyer zu den Leistungen des Jobcenter Bochum